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| Produktionsgefährdung und wichtige Anlagen und Ausrüstungen | ||||
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Die Produktionsanlagen im Herstellungsbetrieb für Kunststoffprodukte unseres Kunden war sehr gut geschützt. Allerdings wurden die Aluminiumgießformen für die Thermoformmaschinen in einem nicht durch eine Sprinkleranlage geschützten Bereich des Betriebes in Regalen gelagert. Obwohl viele Gießformen in diesem Bereich gelagert wurden, kamen 25 Formen davon entscheidende Bedeutung zu, da 67 % der Produktionskapazität des Betriebs auf ihnen beruhte.
Während eines Besuchs durch einen Affiliated FM Ingenieur wurde festgestellt, dass die Gießformen im Fall eines Feuers innerhalb oder in der Nähe des Lagerbereichs Temperaturen von mehr als 500 °C ausgesetzt wären und sofort unbrauchbar würden. Obwohl CAD-Zeichnungen der Gießformen vorhanden waren, würde es nach Auskunft des Betriebspersonals mindestens vier Monate dauern, bis man einige dieser Gießformen ersetzt hätte. Bei den meisten Formen würde es allerdings auf Grund der aufwendigen Bearbeitung mit vorher einzurichtenden Automaten länger dauern, bis die Produkte wieder kontinuierlich hergestellt werden könnten. Den erforderlichen Zeitrahmen für die Ersetzung aller entscheidenden Gießformen konnte das Betriebspersonal nicht angeben. Die Betriebsleitung wurde über dieses Risiko informiert. Sie hielt dies ebenfalls für eine ernste Gefährdung des Unternehmens, da Kunden nicht so lange warten könnten, bis die Produktion nach einer längeren Ausfallzeit wieder aufgenommen würde. Daher wurden sofort Maßnahmen zur Eingrenzung dieses Risikos durchgeführt. Die Gießformen wurden in einen Bereich des Betriebes, in dem sich eine Sprinkleranlage befand, und außer Reichweite leicht entzündlicher Materialien verlagert. Ferner wurde im gesamten Unternehmen überprüft, an welchen Orten Gießformen gelagert wurden, um sicherzustellen, dass in den übrigen Betriebsstätten keine vergleichbaren Risiken bestünden. Abschließend wurde für das gesamte Unternehmen ein offizieller Notfallplan erstellt, in dem u.a. die Lagerung von Ersatzgießformen für wichtige Erzeugnisgruppen außerhalb des Betriebsgeländes vorgesehen war. Der Kunde wusste es besonders zu schätzen, dass Affiliated FM ihm helfen konnte, das Gefahrenpotenzial in seinem Unternehmen zu erkennen und zu minimieren. 1. Professionelle Risikoeinschätzung und Schadenverhütungsberatung Eine Firma, die Heizungen und Klimaanlagen für große Nutzfahrzeuge herstellt, wandte sich wegen einer Versicherung an Affiliated FM. Unser Ingenieur besuchte den Betrieb und stellte fest, dass die vorhandene Deckensprinkleranlage keinen ausreichenden Brandschutz für die Materialien und Fertigerzeugnisse in den Regallagern bot. Der Ingenieur besprach diesen Mangel mit der Geschäftsleitung, und man stellte gemeinsam fest, dass dies ein großes Verlustrisiko für den Betrieb darstellte. Das Gebäude hatte ein Holzdach, daher würde ein Feuer in den Regalen aller Wahrscheinlichkeit nach das gesamte Gebäude zerstören. Die Geschäftsleitung gab ferner an, dass sie einen ihrer vormals wichtigsten Kunden auf Grund von Zeitungsberichten über ein kleines Feuer verloren hatte. Dies dürfe sich nicht wiederholen. Außerdem erklärte die Geschäftsleitung, dass ihr gegenwärtiger Versicherungsträger dieses Schutzdefizit ebenfalls festgestellt und ihr zum Einbau von Sprinklern in den Regalssystemen geraten hatte. Allerdings konnte sie ein solches Erfordernis nicht nachvollziehen, und die Vorstellung von in Regalen eingebauten Sprinklern gefiel ihr nicht. Vor Abgabe einer verbindlichen Deckung analysierten wir das vorhandene Sprinklersystem und stellten fest, dass ein geeigneter Brandschutz für die Regallager erreicht werden könnte, wenn die vorhandenen Sprinklerdüsen durch technologisch aktuelle ersetzt würden, bei deren Entwicklung die Forschungsabteilung von FM Global mitgewirkt hatte. Mit neuen Sprinklern könnte die Firma die Produkte in den Regalen sogar höher stapeln, wodurch der Platz besser ausgenutzt würde. Die Firma war mit dieser Lösung zufrieden, stimmte dem Austausch der Sprinkler zu und schloss die Versicherung bei uns ab, da wir in Verbindung mit der technischen Lösung einen besseren Versicherungsvertrag anboten. Selbst unter Berücksichtigung der Modernisierung der Sprinkler für 20.000 US-Dollar war unsere Versicherungsprämie geringer als die unseres schärfsten Konkurrenten. Wir überprüften die Sprinklerpläne für dieses Projekt und gaben unsere Zustimmung. Allerdings wurden sie von der örtlichen Feuerwehr abgelehnt, da die Anzahl der Rauch- und Wärmeabzugsanlagen die Vorgaben in den Bauvorschriften nicht erfüllten. Es wurde festgestellt, dass zur Erfüllung der Bauvorschriften der Einbau von zusätzlichen Abzugsanlagen und Rauchschutzvorhängen 100.000 US-Dollar kosten würde. Bei einem Treffen mit der örtlichen Feuerwehr stellte unser Ingenieur unser Standardbrandschutzmodell mit den neu entwickelten Sprinklern vor, bei dem von der Verwendung von Abzugsanlagen und Rauchschutzvorhängen abgeraten wird, und legte als Beleg für unseren Standpunkt Daten zu Branduntersuchungen vor. Unser Ingenieur wurde daraufhin gebeten eine Eingabe zu formulieren, mit der eine Ausnahmeregelung in den Bauvorschriften für Rauchschutzvorhänge und Rauchabzugsanlagen beantragt wird. Die Auflage war, dass die Auslöseeinrichtungen für die Wärmeabzugsanlagen durch neue mit höherer Temperaturbeständigkeit zu ersetzen seien und die vorhandenen Rauchschutzvorhänge entfernt würden. Wir setzten das Schreiben auf, die Ausnahmeregelung wurde akzeptiert, und für unseren Kunden bedeutete dies eine Einsparung von ca. 80.000 US-Dollar. Die Firma ist weiterhin unser Geschäftspartner. Die Brandschutzanlagen für das Lager entsprechen jetzt den Anforderungen und die Gefährdung wurde wesentlich verringert. 2. Zusammenarbeit mit Unternehmen zur Verringerung der Gefährdung durch Erdbeben Im Februar 2001 erlitt die Firmenzentrale einer Finanzierungsgesellschaft während des Nisqually-Erdbebens in der Region Puget Sound erhebliche Wasserschäden auf Grund von undichten Sprinklerdüsen. Nach dieser Havarie hatte das Unternehmen Probleme, den Schaden bei seiner Versicherungsgesellschaft zu regulieren, und für seinen Versicherungsmakler war es schwierig, einen Versicherer für die Erneuerung der Gebäudeversicherung zu finden. Nachdem uns der Makler angesprochen hatte, besichtigte ein Affiliated FM Ingenieur das Gebäude und stellte fest, dass man das Erdbebenrisiko übernehmen könnte, wenn einige erdbebentechnische Verbesserungen vorgenommen würden. Er berechnete, welche Verstrebungen für die Sprinklerrohrsysteme im Gebäude zum Schutz vor Erdbeben notwendig wären, um das Risiko eines Wasserschadens durch Sprinkleranlagenbei Sprinkleranlagen bei einem zukünftigen Erdbeben zu verringern. Die Firma erklärte sich damit einverstanden, den während des Besuchs entwickelten Empfehlungen zur Verbesserung der Anlagen zu folgen. Affiliated FM übernahm den Versicherungsschutz für die Firma und arbeitet derzeit gemeinsam mit dem Unternehmen an einer Lösung zur Minimierung des Gefährdungspotenzials durch Erdbeben. 3. Beispiel Großbäckerei Während eines Besuchs eines Affiliated FM Ingenieurs zur Feststellung der Brandgefahren und Risiken am Hauptstandort eines potenziellen Neukunden, einer Großbäckerei, stellte sich heraus, dass zwei Hauptschieber der Sprinkleranlage vollständig geschlossen waren. Ein Schieber war Teil des Sprinklersystems im Untergeschoss, das sich direkt unter den Produktionsräumen befand. Der andere Schieber war Teil des Sprinklersystems in einem Bereich des Hauptgebäudes. Es wurde festgestellt, dass die Schieber bereits seit mindestens einem Jahr geschlossen waren. Aus den Inspektionsplaketten an den Steigrohren war zu ersehen, dass das System in den letzten beiden Monaten durch den Brandschutzbeauftragten gewartet worden war, die geschlossenen Schieber aber unbemerkt blieben. Der Kunde war äußerst beunruhigt und ließ die Schieber wieder öffnen, um die Anlage funktionsfähig zu machen. Nach diesen Bemühungen wurde die Firma unser Kunde. Einige Zeit später brach in einem der Öfen ein Feuer aus. Durch dieses heftige Feuer öffneten sich 20 Sprinklerdüsen, wodurch Wasser zum Brandherd gelangte. Da das Brandschutzsystem funktionsfähig war, wurden umliegende brennbare Materialien angefeuchtet und die Gebäudeteile gekühlt, bis die örtliche Feuerwehr den Brand löschte. Die Produktion musste für einige Wochen gestoppt oder teilweise unterbrochen werden. Wären die Brandschutzventile allerdings nicht geöffnet worden, wäre das Feuer außer Kontrolle geraten, da die automatische Brandschutzanlage nicht voll funktionstüchtig war. Ohne den funktionsfähigen Brandschutz wären durch den Ofenbrand die umliegenden brennbaren Materialien entzündet worden und das Feuer hätte schließlich unkontrolliert auf die gesamte Anlage übergegriffen. Der Einsturz des gesamten Bauwerks bei einem Gesamtverlust von 30 Millionen US-Dollar wäre die Folge gewesen. Es hätte ca. anderthalb Jahre gedauert, um den Betrieb wieder aufzubauen. Da viele Kunden dieses Unternehmens große Fastfood-Ketten sind, hätte es wahrscheinlich seinen Marktanteil unwiederbringlich verloren und den Geschäftsbetrieb nie wieder aufgenommen.
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