Unternehmensweite Planung stellt den Schlüssel zur Vermeidung von Frostschäden dar. Die Versicherungsgesellschaft Affiliated FM hat diese Checkliste erstellt, um Ihnen bei der Ermittlung von Maßnahmen zu helfen, die vor dem Einbruch von kaltem Wetter zu ergreifen sind.
Sie sollten frühzeitig mit Ihren Vorbereitungen beginnen, damit Ihre Einrichtungen vor Einbruch des Winters bereit sind. Legen Sie die Termine für die Überprüfung der folgenden Maßnahmen auf sechs bis zehn Wochen vorher fest, so dass Sie Zeit haben, um vor dem Kälteeinbruch Reparaturen oder konkrete Maßnahmen zu veranlassen.
Allgemeines
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Stellen Sie eine gut ausgebildete und ausgerüstete Notfallbereitschaft zusammen und entwickeln Sie einen Notfallmaßnahmeplan.
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Bestimmen Sie einen Wetterbeobachter, der die Wetterbedingungen beobachtet und Verfahren durchführt.
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Stellen Sie Hilfs- und Betriebsstoffe für Notfälle zusammen:
- zusätzliche Planen als Windschutz
- Dampfschläuche zum Abtauen eingefrorener Leitungen
- Elektrische Raumheizkörper zum Abtauen eingefrorener Rohrleitungen
- Frostschutzmittel für Kühlanlagen
- warme Kleidung und Schutzhandschuhe für Wartungs- und Bedienungspersonal.
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Stellen Sie sicher, dass Raumheizkörper eine ordnungsgemäße Sicherheitsverriegelung aufweisen, mit Brennstoff versehen und betriebsbereit sind.
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Legen Sie für den Einsatz von Dampf eine Rangfolge fest, damit die entscheidende Ausrüstung im Einsatz bleibt, und sorgen Sie für ein angemessenes Dampfnachweissystem.
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Bringen Sie in schwer heizbaren Bereichen mit empfindlichen Geräten gewöhnliche Thermometer an.
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Versehen Sie unbewachte Einrichtungen mit einem von der Zentrale aus überwachten Alarmsystem, um die Stromversorgung, die Gebäudetemperatur, die Schnellabschaltung an Heizkesseln bei Wasser-/Kraftstoffmangel, die Wassertemperatur von der Witterung ausgesetzten Wassertanks und die Prozessleittechnik zu überwachen.
Gebäude
Stellen Sie sicher, dass der Gebäudekörper in einem guten Zustand ist und verschließen Sie alle unnötigen Öffnungen.
Heizungs- und Dämmsysteme für Gebäude und Einrichtungen sollten so beschaffen sein, dass immer eine Mindesttemperatur von 4°C (40° F) gewährleistet ist.
Überprüfen Sie die Heizungsanlagen, um sicherzustellen, dass die Gebäudetemperatur auch in den kältesten Bereichen (z. B. an der Nordseite des Gebäudes, an der Dachtraufe und in nicht direkt beheizten Bereichen) über 4°C (40° F) gehalten werden kann.
In Gebäudeabschnitten, die frostgefährdet sind, sollten ausreichend zuverlässige Heizungsgeräte für den Notfall vorhanden sein. Sie sollten sich automatisch einschalten, wenn die Temperatur unter 4°C (40°F) sinkt.
Stellen Sie fest, welche verborgenen Hohlräume es gibt, zum Beispiel abgehängte Decken oder Kriechgänge unter dem Fußboden, durch die ungeschützte Rohrleitungen verlaufen. Es sollten innen eventuell provisorische Öffnungen geschaffen werden, damit die Wärme auch in diese Bereiche gelangen kann.
Anlagen und technische Ausrüstungen
Dampf- und Heizungskessel:
- Entleeren Sie nicht genutzte Anlagen vollständig.
- Heben Sie tief gelegene Bereiche an oder installieren Sie Ablassventile an den Kondensatrücklaufleitungen.
- Beseitigen Sie nach Möglichkeit tief gelegene Bereiche und Endstränge.
- Versehen Sie die Rohrleitungen mit Kondensatableitern oder bringen Sie Ablassventile an.
- Installieren Sie eine Kraftstoffabsperrvorrichtung für Niedrigwasser bei einem Minimum an ungeschützter Verrohrung.
- Ziehen Sie in Erwägung, Heizkabel an den Rohrleitungen anzubringen, die Wasser zum Schauglas, zur Kraftstoffabsperrvorrichtung bei Niedrigwasser und zum Speisewasserregler führen. Versehen Sie wichtige Rohrleitungssysteme mit Alarmauslösern.
Wassergekühlte Anlagen wie Kompressoren und Pumpen sollten mit entsprechender Wärme versorgt werden, sich in einem beheizten Gehäuse befinden oder durch einen passenden Frostschutz abgesichert werden.
Versehen Sie wassergefüllte technische Geräte und Steuerleitungen mit Heizkabeln und Isolierungen.
Verwenden Sie Schmierstoffe bei Geräten, die bei tiefen Temperaturen eingesetzt werden, wie zum Beispiel Pumpen, Lüfter und Kompressoren, vor allem für Einrichtungen im Freien oder in ungeheizten Räumen.
Entfernen Sie das Wasser aus Ölkühlern und Wassermänteln der Klimaanlage und entleeren Sie die Kondensatoren der Kühleinheiten.
Stellen Sie sicher, dass die Kraftstoffzufuhr ausreichend ist, vor allem wenn in der kalten Jahreszeit ölbeheizte Anlagen eingesetzt werden.
Überprüfen Sie die Kessel-, Überdruck- und Sicherheitsventile, um sicherzustellen, dass alle beweglichen Teile funktionsfähig sind.
Errichten Sie für ungeschützte Rohre und Geräte Windschutzeinrichtungen gegen Auskühlung bei starkem Wind.
Brandschutzeinrichtungen
Bringen Sie zur Überwachung der Gebäudetemperatur an strategischen Punkten – wie zum Beispiel in der Nähe von Sprinkleranlagen – Thermometer an.
Eine genaue Kenntnis der Lage unterirdischer Rohrleitungen ist unerlässlich. Die Abdeckschicht über den Rohrleitungen sollte immer eine ausreichende Stärke haben, besonders dort, wo bereits Baumaßnahmen oder Ausschachtungen vorgenommen wurden oder Erosion aufgetreten ist.
Sprinkleranlagen mit Trockensteigleitung:
- Halten Sie die Umgebungstemperatur für das Ventil der Trockensteigleitung über 4°C (40°F), indem Sie das Gehäuse isolieren und ein zuverlässiges tragbares Heizgerät installieren.
- Überprüfen Sie die Rohrleitungsneigung und alle Rohraufhängungen.
- Entleeren Sie tiefgelegene Rohrteile regelmäßig; gegebenenfalls sollten weitere Ablaufrohre installiert werden.
- Stellen Sie sicher, dass das System nach dem jährlichen Test der Auslösevorrichtung gründlich entleert wird.
- Die Luftzufuhr für den Kompressor sollte einer trockenen, bei Raumtemperatur liegenden Quelle entnommen werden. Bei Feuchtigkeitsbildung kann alternativ ein Lufttrocknungssystem oder Stickstoff verwendet werden.
- Beheben Sie undichte Stellen im Rohrleitungssystem, damit das Ventil bei Ausfall des Kompressorstroms nicht ausgelöst wird.
Automatische Sprinkleranlagen sollten nur im Notfall entleert werden. Falls die Sprinkler nicht ordnungsgemäß funktionieren, befolgen Sie die Anweisungen der von FM Global entwickelten Brandschutzmappe. Wenn Sie Versicherungsnehmer bei Affiliated FM sind, benachrichtigen Sie Ihr zuständiges FM Global Büro.
Löschpumpen:
- Halten Sie die Raumtemperatur über 4°C (40°F).
- Bei Dieselmotoren sollte die Temperatur mindestens bei 21°C (70°F) liegen.
- Falls die Ansaugung aus einem offenen Becken erfolgt, sollten Einlassöffnung und Rohre unterhalb der Frostgrenze im Boden und tief genug im Wasser liegen, um eine Blockierung durch Eis auszuschließen.
Falltanks und Saugbehälter:
- Spülen Sie Umluftheizungsanlagen und Rohrleitungen.
- Stellen Sie sicher, dass die Heizungen eingeschaltet sind.
- Überholen Sie alle Kondensatabscheider und Saugfilter.
Prüfen Sie alle Hydranten auf Dichtigkeit und beseitigen Sie alle undichten Stellen; prüfen Sie außerdem die Indizierventile.
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