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10 Tipps zur Sicherung Ihrer Grundstücke bei Sturmgefahr
  1. Bei Gebäuden, die an offenem Gelände liegen, wie zum Beispiel an Feldern, großen Wasserflächen, Parkplätzen und Rollbahnen von Flugplätzen kann der Wind ungehindert und mit voller Kraft angreifen. Man sollte Bauten vorzugsweise auf bereits bebauten Flächen mit hügeliger oder bewaldeter Umgebung oder bereits vorhandenen künstlichen Erhebungen und Dämmen errichten. Diese Geländemerkmale, manchmal auch als „unebenes Gelände“ bezeichnet, tragen zum Abfangen und zur Abschwächung von Windböen bei.

  2. Im Freien befindliches Mobiliar, Abfallbehälter und andere Gegenstände sollten ausnahmslos entfernt werden, damit sie bei starkem Wind nicht zu Geschossen werden. Sichern Sie die Fenster mit Sturmläden oder Spanplatten. Schließen und verriegeln Sie Außentüren und Fenster. Stützen Sie große Türen in Be- und Entladebereichen ab.

  3. Falls Dächer und Fenster während eines Sturms beschädigt werden, kann Regen in das Gebäude eindringen, was besonders bei Chemikalien, elektronischen Instrumenten, Lebensmitteln, pharmazeutischen Produkten, Papierwaren, Papierrollen und rostanfälligen Metalloberflächen zu erheblichen Schäden führen kann. Außerdem sind alle Gegenstände, die auf dem Boden stehen, durch steigendes Wasser gefährdet. Vermeiden Sie möglichst die Lagerung von Produkten auf dem Boden und lagern Sie Fertigungsausrüstungen auf erhöhten Flächen. Sie sollten immer wasserfeste Planen bereitliegen haben, um empfindliche Geräte, zu verarbeitendes Material und Fertigerzeugnisse abdecken zu können. An Fenstern gelagerte Werkstoffe sollten möglichst umgelagert werden.

  4. Um das Schadenrisiko durch herabfallendes oder abrutschendes Mauerwerk zu verringern, sollten Sie nicht verstärkte Brüstungen und Schmuckfassaden vermeiden. Ziehen Sie eine neue Dacheindeckung in Betracht, falls die vorhandene bereits alt oder defekt ist. Bei Bauprojekten sollten Sie alle Bauunternehmer genau kontrollieren, um sicher zu gehen, dass alle Baustoffe und Montagearbeiten den vorgeschriebenen Spezifikationen entsprechen.

  5. Beim Kauf von Türen sollten Sie robuste Rahmen und stabile Produkte wählen, die einem Sturm standhalten. Falls Sie in Ihrem Gebäude offene Türen und Bereiche bevorzugen, sollte die Dachkonstruktion den Auftriebskräften standhalten können, die in das Gebäude eindringender starker Wind verursachen kann.

  6. Ersetzen Sie eventuell breite Fensterflächen durch eine Wandkonstruktion mit schmaleren Fenstern. Außerdem sollten einfache Fensterscheiben durch Mehrfachverglasung ersetzt werden, die die Kriterien für Panzerglas erfüllt. Beim Einbau von Fenstern, Türen, Klimaanlagen und Lüftungen ist auf Dichtigkeit zu achten. Verbindungsstellen müssen gut abgedichtet sein und die Dichtungsmasse ist nach Bedarf an den Fugen zu erneuern. Sichern Sie die Fenster durch das Anbringen von Fensterläden, um Schäden durch peitschenden Regen abzuwenden.

  7. In Regionen mit starkem Windaufkommen sollten Sie die Windanfälligkeit des Dachs durch Materialien mit nachweislicher Windfestigkeit verbessern, wie zum Beispiel durch gegossenen Stahlbeton oder Monolith-Beton. (Affiliated FM Kunden sollten gemeinsam mit Affiliated FM Ingenieuren prüfen, welche Dachkonstruktion sich für sie am besten eignet.) Bei Nutzung einer Dachterrasse oder von über das Dach hinausragenden Bauteilen sollten Sie geeignete Baustoffe auswählen und sie ausreichend befestigen (vorzugsweise mit Schrauben). Unzureichende Befestigungen können dazu führen, dass sich Dächer aus der Verankerung lösen oder ganze Gebäude vom Sturm mitgerissen werden.

  8. Dachkies, der die Verschleißfestigkeit und den Schutz gegen ultraviolette Strahlung grundsätzlich verbessert, kann bei starkem Wind vom Dach geweht werden, Fensterscheiben zerstören, Ausrüstung, Außenwände und Türverglasungen des Gebäudes beschädigen. Um zu verhindern, dass lose Steine vom Dach geweht werden, sollten Sie den Kies auf heißen Asphalt oder Teer aufbringen und, nachdem dieser erstarrt ist, den verbleibenden losen Kies entfernen.

  9. Der wichtigste Einzelbestandteil des Daches sind die Kehlbleche. Sie fungieren als Wetterschutz sowohl an der Dachumfassung, an den Verbindungsstellen zwischen Dach und Wänden und dem Dachbelag als auch an Einbauten wie Dachfenstern sowie für Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen. Bei der Montage, vor einem Sturm und ferner in regelmäßigen Abständen sollten Sie unbedingt sicherstellen, dass die Kehlbleche am gesamten Dachrand und an allen Aufbauten auf dem Dach ordnungsgemäß befestigt sind. Zur Überprüfung der Kehlbleche ziehen Sie an der Unterkante – wenn sie locker sitzen, befestigen Sie sie wieder mit witterungsbeständigen Verbindungsklemmen und Dichtungsscheiben.

  10. Setzen Sie eine Notfallbereitschaft ein, um abzuschätzen, welche Schäden durch einen Sturm an Ihren Einrichtungen entstehen könnten, und um die entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen zu treffen, um die Gefährdung zu minimieren. Die Notfallbereitschaft sollte:
  • Personal, das für Sofortmaßnahmen ausgebildet ist, Zugang zu entsprechenden Geräten hat und Verfahren zur Bekämpfung von Sturmschäden beherrscht.

  • Schäden in der Betriebsstätte schnell eingeschätzt werden können, versuchen Sie den Betrieb wiederherzustellen.

  • mit dem im Betrieb verbliebenen Betriebspersonal per Telefon, E-Mail, Funkgerät, CB-Funk, Mobiltelefon oder sogar über Amateurfunk Kontakt halten. Der Zugriff auf mehrere Kommunikationsmittel ist unerlässlich, da es während eines schweren Sturms zu Schäden an Strommasten, Satellitenschüsseln und Hochspannungsmasten kommen kann.

  • gemeinsam mit dem Sicherheitspersonal Abschreckungsmaßnahmen gegen Vandalismus und Plünderungen planen, falls Fenster und Türen zerstört werden und Ihre Einrichtungen dadurch Unbefugten zugänglich sind.

  • in Bezug auf Lehrgänge zu Katastrophenplänen sowie Bergungs- und Rettungsmaßnahmen auf dem neuesten Stand sein.
 


   
 

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