Fragen an Ihre Kunden: Die Lieferkette

Wie können Sie Ihre Kunden dabei unterstützen, Schäden durch Unterbrechungen in der Lieferkette zu verringern? Die folgenden sieben Fragen sollten bei der Analyse von Lieferkettenrisiken besprochen werden.

LieferketteDie Erfahrung zeigt, dass vorhandene Risiken auf der einen Seite der Welt schwerwiegende und langfristige Folgen für Unternehmen haben können, die tausende Kilometer voneinander entfernt agieren. Im Jahr 2011 überfluteten anderthalb Meter hohe Monsunwellen die thailändische Hauptstadt Bangkok, sodass Angestellte von über tausend Fabriken nicht wie sonst mit Fahrrädern und Autos zur Arbeit kamen, sondern mit
Booten und Jetskis.

Bangkok ist für viele multinationale Konzerne ein besonders wichtiger Standort, und die verheerenden Überschwemmungen waren ein nicht zu übersehender Hinweis auf die Verwundbarkeit der globalen Lieferketten. Doch welche finanziellen Folgen hat eine solche Unterbrechung der Lieferkette?

In einer kürzlich von Pricewaterhouse Coopers in Auftrag gegebenen Studie wurde die Gesamtleistung von 600 börsennotierten US-Unternehmen, die zwischen 1998 und 2007 Unterbrechungen ihrer Lieferketten zu verzeichnen hatten, mit Unternehmen ohne solche Unterbrechungen verglichen. Sofort nach Bekanntwerden der Unterbrechung fiel der Aktienkurs der betroffenen Unternehmen im Durchschnitt um neun Prozent unter den Wert der Vergleichsgruppe. Zudem hatte ein Großteil der betroffenen Unternehmen mindestens zwei Jahre lang mit einer höheren Volatilität der Aktienkurse zu kämpfen – ein Zeichen für vermindertes Vertrauen bei den Aktionären.

Wichtige Fragen
Wie können Sie Ihre Kunden dabei unterstützen, Verluste durch Unterbrechungen in der Lieferkette zu verringern? Die folgenden sieben Fragen sollten bei der Abklärung von Lieferkettenrisiken mit Ihren Kunden besprochen werden:

  1. Ist das Risikomanagement im Konzept der Lieferkette verankert?
  2. Sollte der Lagerbestand als Puffer für Unterbrechungen vergrößert werden?
  3. Erhalten Sie Ihre Waren von einem oder mehreren Zuliefern?
  4. Welche Kriterien sind bei der Auswahl Ihrer Zulieferer wichtig?
  5. Wie gut kennen Sie das Netzwerk, das Ihr Unternehmen mit seinen Zulieferern und deren Lieferanten verbindet?
  6. Wie gut kennen Sie das Netzwerk, das sich auf die von Ihnen abhängigen Kunden auswirkt?
  7. Gibt es Redundanzen in Ihrer Lieferkette?

Mit diesen Fragen können zunächst die individuellen Lieferkettenrisiken Ihrer Kunden ermittelt werden. Affiliated FM unterstützt Sie in der Durchführung eingehenderer Analysen. Bei der Bewertung von Problemen im Zusammenhang mit Lieferketten stützen wir uns auf unsere langjährige Erfahrung. Dabei sind folgende Aspekte wichtig:

  1. Mit den zuständigen Ansprechpartnern vor Ort führen wir eine Risikobewertung durch.
  2. Wir stellen sicher, dass die Adresse auf dem Werteverzeichnis dem Standort der Herstellung, Lagerung usw. entspricht und nicht lediglich die Hauptniederlassung des Zulieferers ist.
  3. Wir überprüfen, ob der Versicherte über einen Notfallplan verfügt, falls sich bei wichtigen Zulieferern ein Schadenfall ereignet.
  4. Wir legen fest, welche Zulieferer für die Aufrechterhaltung des Betriebs wichtig sind, falls es keinen Ersatzzulieferer gibt.
  5. Wir ermitteln, ob die Waren der jeweiligen Zulieferer auf Just-in-Time-Basis bereitgestellt werden oder ob der Versicherte Vorräte lagert und möglicherweise eine bestimmte Zeit überbrückt werden kann.

Lieferkettenrisiken sind ein komplexes Thema. Durch eine enge Zusammenarbeit zwischen Ihnen, Ihren Kunden und Affiliated FM können individuell passende Risikomanagement-Lösungen gefunden werden. In einer immer enger vernetzten Welt kann sich eine Unterbrechung, die tausende Kilometer entfernt stattfindet, erheblich auf die Geschäfte Ihrer Kunden auswirken.

Wenn Sie weitere Informationen zur Analyse und Verringerung der Risiken im Zusammenhang mit den Lieferketten Ihrer Kunden wünschen, wenden Sie sich an Ihren Underwriter.